Die späten 1970er Jahre hatten eine ganze Palette an Musikstilen zu bieten und immer wieder wurde das Glückspiel direkt oder indirekt thematisiert. Ab Mitte der 70er Jahre bis heute wurden genauso viele tolle Hits produziert wie in den 50 Jahren davor.

1975, und für die Zeit ungewöhnlich, verfiel The Sensational Alex Harvey Band dann wieder in echte Blues Töne mit ihrem netten Titel Gamblin’ Bar Room Blues. Es geht darin weniger ums Glückspiel aber allein der Songtitel und der Gesang gaben genügen Gründe für einen Platz in unserer Liste. Tom T. Hall sang im selben Jahr dann Deal im klassischen Country Stil und Chris de Burgh das Pokerspiel mit dem Teufel mit seinen Spanish Train und den unvergesslichen Textzeilen: „Joker is the name, poker is the game. We’ll play right here on this bed. And then we’ll bet for the biggest stakes yet. The souls of the dead.” Beschwingter ging es Bob Dylan dann an mit seinem Volk Rock Song Lily, Rosemary and the Jack of Hearts. „Backstage the girls were playin‘ five-card stud by the stairs. Lily had two queens, she was hopin‘ for a third to match her pair“ sang Dylan. 1974 bereits schrieb und sang die Country Ikone Dolly Parton Kentucky Gambler, den auch Merle Haggard ganz gut sang und dann 1975 veröffentlichte. Darin erzählt es beispielsweise: „But at gambling, I was lucky, and so I left Kentucky. And left behind my woman and my kids. Into the gay casinos, in Nevada’s town of Reno. This Kentucky Gambler planned to get rich quick“ Aber er landed am Schluss dann wieder dort wo er angefangen hatte. Einen echten Evergreen landete dann die Little River Band mit Lonesome Loser. Der einsame Verlierer, der immer wieder von der Herz-Königin geschlagen wird, geht der mitreißende Refrain.

Einen weiteren schönen Titel schrieben Wishbone Ash 1977 – in Diamond Jack singen sie: “You have cast you dice, take your chances at they come, one by one.“ Dann rockte AC/DC im Jahr 1978 mit Sin City die Bühne und Bob Seger ließ es ruhiger angehen in seiner Ballade Still the Same über einen erfolgreichen Glückspieler. Auch Kenny Rogers gab im gleichen Jahr mit seiner unverwechselbaren Stimme gute Ratschläge als er den Titelsong des gleichnamigen Kinofilms The Gambler und sang: „You’ve got to know when to hold’em, know when to fold’em, know when to walk away, and know when to run“. Kenny Rogers landete damit einen absoluten Top Hit, der noch heute wunderbar anzuhören ist. Auch die damals außergewöhnlich moderne Band Emerson, Lake & Palmer produzierte einen gleichnamigen Titel in ihrem ganz eigenen Gesang und elektronischen Musikstil. „Mama, gib mir noch ein Ass!“ und „Oh Lord, have mercy, give what wheel a spin“ sind nur zwei Beispiele dieses tollen Titels. Um einen Kartenbetrüger ging es dann, als die Band The Clash im folgenden Jahr The Card Cheat sang: „With a card up his sleeve, what would he achieve?“ Der Dealer riecht den Braten und die Band singt „The gambler is seized and forced to his knees and shot dead.“

1980 dann On The Nickel mit rauchiger Stimme gesungen von Tom Waits, der über „a place where a royal flush can never beat a pair“ singt. Auch für die Band Motörhead gab das Gambling Thema Grund einen Song zu schreiben. Es gibt die berühmte Speed Metal Variante des Songs Ace of Spades und eine, vielleicht sogar bessere, in einer Slow Acoustic Version. Im selben Jahr rockten The Sweet mit ihrem Hot Shot Gambler die Bühne und sangen: „I’ve been much too long in this old casino. Run out of money and luck. I gotta find a way to that lucky number. Hey buddy can you give me a bop. A fortune lost when the dice was tosed. Spinning the wheel was my friend. I though I knew when the bridge was crossed.Forget about tomorrow live for today“. Und auch ABBA sangen über das Thema Gewinnen und Verlieren ihren unvergesslichen Titel The Winner takes it all.

Kim Carnes hatte auch einen Song über das Kartenspiel 1981 mit Draw of the Cards im Musikstil der 1980er Jahre „Red black or white. Watch ‚em fall. And it’s all in the draw of the cards“. Dann erklom, wie schon erwähnt, Juice Newton mit ihrem Country Hit Queen of Hearts die Chartslisten weltweit. In den folgenden Jahren befassten sich noch viele Künstler mit der Glückspielthematik. Laura Branigan sang 1983 Solitaire und 1984 ließen sogar Die Toten Hosen das Thema mit voller Dröhnung in ihren Rocksong Liebesspieler einfließen. Mit Bon Jovi sang im gleichen Jahr endlich mal jemand was über das elegante Casinospiel Roulette und auch die junge Madonna landete mit Gambler einen passablen Charthit und sang „Cause I’m a gambler, I only play the game my way, yeah“. Stacey Q machte es ihr gleich mit ihrem Titel Two of Hearts. Liebe und die Herz-Zwei, um mehr geht es hier zwar nicht, aber dennoch ganz anhörlich.

Bis 1988 passiert nicht viel neues zum Thema, nur Kenny Rogers mit The Gambler lief immer noch überall zusammen mit all den anderen Ohrwürmern. Van Morrison wagte etwas ganz anderes 1988 mit seiner Ballade Ragland Road basierend auf einem Gedicht aus 1949, die später auch Künstler wie Sinead O’Connor, Mark Knopfler, Ed Sheeran, Pat Byrne und Billy Bragg zum Besten gaben. Darin heißt es in Glückspiel Metaphern: „Die Herz Königin backt immer noch Törtchen ( und macht aus Frauen Flittchen) und ich übertreibe nicht. Oh ich habe zu sehr geliebt und so, ja so wird das Glück weggeworfen“. George Strait ließ es dann 1989 wieder etwas flotter angehen mit Ace in the Hole im Country Stil – Ratschläge wie „Life is a gamble, you’ve got to learn to play your cards right, if you want to do it right in life“. Danach folgte der relativ unbekannte Ace Frehley’s klassischem Heavy Metal Stück Five Card Stud. „At the tables you’ll find me. A stack of chips by my side. Poker Gin or 21. A wining hand is my pride“. Der Titel deckt alles rund ums Glückspiel ab.

Über Heaven or Las Vegas sangen 1990 die Cocteau Twins und auch Altmeister Bob Dylan nahm sich 1991 dem Thema wieder an mit Rambling, Gambling Willie. Wirklich lustiger Text: „Come around you rovin‘ gamblers and a story I will tell. About the greatest gambler, you all should know him well. His name was Will O‘ Conley and he gambled all his life. He had twenty-seven children, yet he never had a wife“. Country Legende Garth Brooks landete einen großen Hit mit Two of a Kind, Workin‘ on a Full House und singt: „Yeah, she’s my lady luck. Hey, I’m her wild card man“. Bruce Springsteen sang dann 1992 über die Würfel in Roll of the Dice und 1993 schrieb und sang Sting die ansprechende Filmmusik zu LEON – Shape of my Heart über einen Pokerspieler dem es egal ist, ob er gewinnt oder verliert. 1994 gab es noch ein tolles Stück Country Musik von Clint Black für den überaus erfolgreichen Film Maverick A Good Rund of Bad Luck. Im Songtext geht um das schnelle Craps Spiel. Die Rockband Aerosmith versteckte 1994 ganz viel Pokerjargon in ihrem rockigen Liebeslied Deuces are Wild.

Die Sängerin Suzanne Vega spickte ihren Song No Cheap Thrill 1995 ebenfalls mit viel Pokerjargon, das mit „Ante up!“ beginnt und im weiteren Verlauf feststellt „It will cost you, cost you, cost you”. 1997 veröffentlichte die Band O.A.R einen schnellen Song mit dem Titel That Was A Crazy Game Of Poker in dem es rein um ein Pokerspiel geht. Auch die deutschen Punk Rocker der Band Die Ärzte schmettern „Hallo Leute ich bin pleite, ich bin total blank. Alles verspielt, ich hab‘ alles verloren in ihrem 1998 veröffentlichen Titel Nie wieder Krieg, nie mehr Las Vegas. Und im Songtext des von der Metall Band Iron Maiden veröffentlichten Titels röhrte der Sänger The Angel and the Gambler im gleichen Jahr. „Best make decisions. Before it’s too late. Take all your chances. Take hold of the reins. A roll of the dice. Ahead of the game again“.

Mike Ness gab 1999 seinen Gamblin’ Man im munteren Two-Step Country Rock zum besten und sang, wie er mit „a couple of queens“ gewann. Ums Glückspiel gings ebenfalls im Titel Gambler’s Blues der von der Rockband Golden Earring 1999 gesungen wurde. Sie singt: “I do what I do, I’m a gamblin‘ man, I gamble on life and I gamble on love. Gamble on luck from above, anyway I can. Seven card stud, with a full-house hand. I’m a jackpot maniac.” Auch die Whitlams singen in etwas ruhiger Art aber definitiv mit ernst gemeintem Ton über das Spiel und die Spielsucht in ihrem Titel Blow up the Pokies.

Corb Lund mit seiner Honky-Tonk Band sang 2005 in schnellem Beat All I Wanna Do Is Play Cards. Dazu gibts nicht mehr viel zu sagen – denn er wird überhäuft mit Angeboten von überall her, aber er will nur Karten spielen – egal welches Kartenspiel und zu welchem Preis. Soul Legende Amy Winehouse sprach wohl aus eigener Erfahrung, als sie ganz ruhig sang „Love ist a losing Game – You’re a gamblin man.“ 2007 war ein Hip-Hop Titel zu hören, der mit einem Mitschnitt aus der TV-Berichterstattung der World Series of Poker beginnt. Pokerface von Ghostface Killah (ft. Shawn Wigs) deckt alle Aspekte des Pokerspiels ab. Altmeister Bob Dylan sang im gleichen Jahr wieder etwas zum Thema Poker: Huck’s Tune für den Film Lucky You. Es geht um alle Stolpersteine in Sachen Poker, Geld und Beziehungen. Und dann landete die famose Lady GaGa 2008 ihren Mega-Hit Poker Face gleich mit ihrem Debütalbum. Es geht zwar überwiegend um Liebesdinge, aber sie singt „Fold ‚em, let ‚em, hit me, raise it baby stay with me. Love Game intuition play the cards with spades to start. And after he’s been hooked, I’ll play the one that’s on his heart.”

2009 gab es All in von Phil Bellante zu hören und der Songtext beschreibt ziemlich gut, wie es einem Pokerspieler im Spiel geht. Die Sängerin Katy Perry singt in ihrem Hit Waking Up In Vegas über alles, das in der Glückspielstadt passieren kann – Liebe, Glückspiel und alles andere Unvorstellbare. Im gleichen Jahr ging es in dem Country Song der Band The Devil Makes Three um Ace’s and two’s. 2010 veröffentlichten die Jungs von The Overtones den netten Popsong Gambling Man, bei dem es viele Querpässe zum Glückspiel gibt. Jonathan Coulton singt 2011 auch einen einfachen Song mit dem Titel Gamblers Prayer – und bittet um höheren Beistand für alle Glückspieler … selbst mit unlauteren Mitteln wie „das Gesicht meines Gegners zu zerschmettern“ und „Geld von meinem Freund zu nehmen“.

2012 hatte dann Stefan Raab, der selbst gerne Poker spielt, einen netten Schlager All In (Alles auf Risiko). Darius Rucker sang dann 2013 über einen glücklosen Spieler der heimkehrt, in seinem schönen County Song Wagon Wheel. Mit unverkennbarer Stimme und Stil war Stevie Nicks 2014 mit ihren Titel The Dealer zu hören, der bereits 1979 in ihrer Zeit bei Fleetwood Mac geschrieben wurde. Craig Campells Countrysong Bankroll Buster aus 2015 zählt wohl zu den besten Pokersongs, die es gibt. Einen wirklich guten Rapsong über das Schummeln beim Poker gab es von Kevin Christoper. Der Sänger ließ sich von Kenny Rogers weltberühmten Stück inspirieren, heißt es. Kennys Titel inspirierte die Coverversionen vieler Künstler, darunter ReMixes und auch die Ragae Band Busy Signal.

Da die Musikindustrie genauso wie das Glückspiel nie stillsteht, können wir in Zukunft sicher noch viele schöne Titel rund ums Pokern und das Glückspiel erwarten. Und ob es ganz neue Lieder oder Coverversionen älterer Veröffentlichungen sein werden – bestimmt werden alle wieder ihren Platz in der Musikgeschichte und den Herzen der Zuhörer finden.

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