Poker und Glücksspiele sind Inhalte von Kinofilmen, seit es die Filmindustrie gibt. Und das nicht von irgendwoher – Pokerrunden sind spannend, sorgen für Nervenkitzel und lassen sich in jede Geschichte einfügen. Die ersten Filme in denen das beliebte Pokerspiel mehr oder weniger Teil der Handlung war, erschienen bereits kurz nach dem ersten Weltkrieg. Ein erstaunliches Beispiel hierfür, ist die Verfilmung des Buches „The Outcasts of Poker Flat“ des amerikanischen Autors Bret Harte aus dem Jahr 1869. Die Kurzgeschichte um einen Pokerspieler und einen Ort namens Poker Flat hatte so viel Potenzial, dass sie im Laufe der Jahre mehr als dreimal verfilmt worden ist. 1919, 1937 und 1952 gab es die bekanntesten Verfilmungen von The Outcasts of Poker Flat zu sehen. Sicherlich, handelt es sich bei diesen Filmen nicht um Werke, die jeder Poker-Fan unbedingt gesehen haben muss, aber es macht deutlich, was für eine dramaturgische Anziehungskraft die Aura eines Pokerspielers und das Pokerspiel selbst haben.

Poker in Western und Wildwest-Filmen

 

Poker ist in Western und Wildwest-Filmen ein wichtiger Bestandteil. Schließlich war die Zeit des Wilden Westens in Amerika auch die Zeit der Entstehung des Pokerspiels, wie wir es heute kennen. Bekannte Filme sind 5 Card Stud (1968 – deutscher Titel: Todfeinde), A big hand for a little lady (1966 – deutscher Titel: Höchster Einsatz in Laredo). Es folgte The Hi-Lo Country (1998 – deutscher Titel: Hi-Lo Country) und 5 Card Draw (2015). 1980 entstand mit The Gambler sogar eine amerikanische Miniserie um ein paar Pokerspieler mit Kenny Rogers.

Dabei musste ein Western nicht immer ein Film sein, bei dem Blei durch die Luft flog. Altstars Elisabeth Taylor und George Hamilton brachten 1987 mit Poker Alice etwas Romantik in einen Western, in dem es um einen weiblichen Pokerprofi im Arizona der 1880er Jahre geht. Der Spaghetti-Western Trinity is still my name (deutscher Titel: Vier Fäuste für ein Halleluja) mit Terence Hill und Bud Spencer von 1972 war eine Western-Komödie. Viele Pokerfans sagen, dass die beste Pokerszene aller Zeiten in diesem Film vorkommt. Allein schon das Mischen der Karten ist absolut sehenswert.

Über die Jahrzehnte dienten Westernfilme mehr oder weniger aus, das Pokerspiel aber blieb und einige sehenswerte Kinofilme entstanden mit Geschichten und Charakteren rund ums pokern. Es ging um Profispieler, Betrüger, Kriminelle und Glücksspieler, aber die Hauptrolle hatte fast immer das Pokerspiel.

Weitere Pokerfilme 1965 – 1999

 

Al eines der besten Werke mit Poker als Thema wird Cincinnati Kid von 1965 mit Steve McQueen bewertet. Der Streifen spielt in den 1930er Jahren in New Orleans, wo „The Kid“ den Poker-Champion „The Man“ im Stud Pokerspiel herausfordert.

1974 lief The Gambler mit James Caan in den Kinos an. In diesem spannenden Thriller geht es um den Dauerverlierer und Spielsüchtigen „Axel Freed“, dem ein Geldhai im Nacken sitzt. 2014 erschien das gleichnamige Remake mit Mark Wahlberg in der Hauptrolle. Viele Pokerfans bewerten allerdings das Original als eindeutig spannender.

In California Split (1974) geht es um Freundschaft und die Spannung des Pokerspiels. Zwei Männer, Poker, Glücksspiel, Siegesserien und Pechsträhnen sowie jede Menge witzige Szenen machen diesen Film sehr unterhaltsam.

Der immer witzig-charmante Adriano Celentano spielte 1981 in der italienischen Komödie Asso – Ace einen Pokerspieler, der ermordet wird und letzten Endes im Himmel gegen Gott pokert.

Es dauerte 25 Jahre bis nach The Gambler wieder ein richtiger Pokerfilm in die Kinos kam. 1998 lief der Film Rounders an, mit den hervorragend spielenden Hollywoodstars Matt Damon und Edward Norton in den Hauptrollen. Das Drehbuch bietet viel Spannung und Drama in der Welt des High-Stakes-Pokers im New Yorker Untergrund.

Ein Jahr später, 1999, war The Big Blind zu sehen. Die Geschichte erzählt von 50 Pokerspielern, die sich darum bemühen, sich in der Pokerwelt einen Namen zu machen. Die 12 ineinandergreifenden Handlungsstränge werden von Pokerfans als realistischste Darstellung der Spieldetails in einem Film gelobt.

Pokerfilme im 21. Jahrhundert

 

2004 lief der Krimi The Card Player (deutscher Titel: tödliche Pokerspiele) an. Hier geht es um Online-Poker und das Leben von Geiseln als Spieleinsatz. Im selben Jahr kam in Italien ein weiterer italienischer Streifen in die Kinos, in dem es um ein Poker-Rematch unter alten Freunden geht. Der weniger bekannte Film La rivincita di Natale (englischer Titel: Christmas Rematch) in ein Drama mit komödiantischen Elementen.

2005 erschien das Poker Comedy-Drama Freeze Out in den USA. Es geht um das Micro-Stakes Pokerspiel unter ein paar Freunden. Interessant ist, dass der Regisseur selbst Pokerspieler war und die Filmproduktion rein mit Gewinnen aus Pokerspielen finanzierte.

Noch ein lustiger Pokerfilm war 2007 zu sehen: The Grand. Die Schauspieler mussten viel improvisieren in dem Streifen, in dem es um die Teilnehmer eines Poker-Turnieres geht.

2008 spielte Burt Reynold einen Pokerspieler im Film Deal, der einen Rookie coached.

In der chinesischen Komödie Poker King von 2009, geht es um Texas Hold’em, Gaunereien und Pokerturniere.

Runner Runner (2013), einer der wenigen Filme in dem es um Online-Poker geht. Stark besetzt mit Justin Timberlake und Ben Affleck. Trotz spannendem Thema wurde er von den Kritikern zerrissen.

Und schließlich wurde 2017 dann Molly’s Game gedreht und war sehr erfolgreich. Vielleicht, weil es Molly Bloom wirklich gab und sie es schaffte, Pokerspiele mit sehr hohen Einsätzen zu organisieren. Vielleicht aber auch, weil der Film einfach nur wirklich toll gemacht und sehr spannend ist.

Es gibt also eine ganze Sammlung spannender Pokerfilme für Pokerfans, die gerne großes Kino anschauen. Schön zu sehen ist, dass auch das Online-Pokerspiel es immer wieder mal in die Drehbücher schafft und sogar ansehnliche Summen an den Kinokassen einspielt.

Kontaktieren Sie uns

11 + 13 =

Casino Tipps

Sie haben Fragen, Wünsche oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns und wir melden uns so schnell wie möglich zurück.