Texas Holdem Poker

Die Spieler

Fangen wir bei den Spielern an. Es müssen mindestens 2 und dürfen maximal 10 Spieler in einer Pokerrunde mitspielen. Gespielt wird im Uhrzeigersinn. Es gibt einen Dealer – sozusagen derjenige, der die Karten austeilt und am Ende den Gewinner bestimmt. Im Online Poker ist er nur der virtuelle Kartenausteiler. In privaten Runden ist der Dealer meistens Teil der Spielrunde. Damit jeder weiß, wer jeweils in einer Pokerrunde der Dealer ist, gibt es einen Dealer-Button, eine Spielscheibe, meistens mit einem großen aufgedruckten D. In jeder neuen Pokerrunde wechselt der Dealer-Button im Uhrzeigersinn zum nächsten Mitspieler.

Das Spielgeld

Spielchips dienen beim jedem Pokerspiel als Ersatzgeld. Im echten Spiel werden sie Chips oder Jetons genannt. Ohne Spielchips macht das Pokerspiel überhaupt keinen Sinn. Es gibt sie in verschiedenen Farben, die verschiedene Werte haben. In Kasinos sind die Werte und Farben meistens genau festgelegt. Im virtuellen Pokerspiel, also beim Online Poker, werden die Chips nur in verschiedenen Farben dargestellt und die jeweiligen Werte nicht angezeigt. Mit Spielchips werden die Einsätze beim Pokern bezahlt. Am Anfang einer Pokerrunde beginnen alle Spieler mit dem gleichen Wert an Spielchips. Das wird Buy-in genannt.

Der Einsatz

Es gibt einen Grundeinsatz an Spielchips, der zu Beginn jeder Pokerrunde in die Mitte des Spieltischs einbezahlt werden muss, um überhaupt mitspielen zu können. Dieser Grundeinsatz wird vor Spielbeginn festgelegt und bleibt immer gleich hoch in jeder Pokerrunde. Der richtige Begriff hierfür im Poker Jargon ist Blind. Es gibt den großen und den kleinen Blind – Big Blind und Small Blind. Die beiden ersten Spieler links vom Dealer erhalten einen Blind Button – eine kleine Scheibe, die anzeigt, welche Spieler die beiden Blinds in einer Runde spielen müssen. Der Small Blind hat den halben Wert des Big Blinds. Diese Zwangseinsätze sind nötig, um das Spiel in Gang zu bringen.

Texas Holdem Spielbeschreibung 

Eine Pokerrunde im Texas Holdem teilt sich in insgesamt fünf Spielabschnitte auf. In vier Abschnitten werden Karten ausgeteilt und verschiedene Spielaktionen ausgeführt. Im letzten Spielabschnitt werden nur noch Spielchips eingesetzt und der Gewinner bestimmt.

Jeder Spieler erhält im ersten Spielabschnitt einer Pokerrunde beim Texas Holdem nur zwei verdeckte Karten, die er seinen Mitspielern nicht zeigt. Das Pokerspiel gestaltet sich in den nächsten drei Spielabschnitten mit weiteren Gemeinschaftskarten. In jedem weiteren Spielabschnitt wird eine festgelegte Anzahl an Gemeinschaftskarten aufgedeckt in die Tischmitte gelegt. Am Ende stehen den Spielern insgesamt sieben Karten zur Verfügung, mit denen sie jeweils ein möglichst starkes Poker Blatt, eine sogenannte Poker Hand, bilden müssen.

Eine Poker Hand setzt sich aus fünf Karten zusammen. Die beste Poker Hand gewinnt.

Die Spielabschnitte heißen Pre-Flop, Flop, Turn, River und Showdown.

Die jeweiligen Spielaktionen der einzelnen Spieler in jeder Pokerrunde bestimmen den Spielablauf und die Spielabschnitte.

Wer in einem Spielabschnitt an der Reihe ist, muss handeln, also eine Spielaktion durchführen. Ein Spieler kann in jedem der Spielabschnitte bieten, mitbieten, erhöhen, aussteigen oder weiterspielen.

Folgende Begriffe werden für die Spielaktionen verwendet:

Check

Wenn in einer Spielrunde noch kein Einsatz platziert wurde außer den beiden Blinds, kann ein Spieler checken. Das heißt, dass dieser Spieler nichts setzt und das Spiel einfach an den nächsten Spieler weitergibt.

Bet

Bet steht für Bieten. Wer an der Reihe ist, kann bieten. Geboten werden muss mindestens der Wert des Big Blinds.

Fold

Wenn ein Spieler in irgendeinem Spielabschnitt weder Checken, Betten, Raisen oder Callen möchte, hat er nur noch eine Möglichkeit – das Aussteigen. Beim Folden steigt ein Spieler aus der laufenden Spielrunde aus und gibt seine Karten verdeckt an den Dealer zurück.

Call

Wenn zuvor ein Spieler bereits geboten hat, können nachfolgende Spieler diesen zuvor gesetzten Einsatz mitgehen – also Callen. Das bedeutet, dass sie den Einsatz des Gegenspielers in gleicher Höhe begleichen, um weiterhin im Spiel zu bleiben.

Raise

Spieler und nachfolgende Spieler können zuvor gesetzte Einsätze erhöhen. Ein sogenannter Raise muss mindestens doppelt so hoch sein wie der ursprünglich gebotene Einsatz.

Die Spielabschnitte:

Bevor der Dealer die Spielkarten eines der drei Spielabschnitte Flop, Turn und River austeilt und offen in die Mitte des Pokertisches platziert, legt er die oberste Spielkarte vom Kartenstapel verdeckt zur Seite. Diese Spielkarten werden Burn Cards genannt. Dieser Vorgang wird nicht im Online Poker angewendet, da Spieler ja keine Möglichkeit haben in die virtuellen Karten des Dealers zu schauen.
Beim Pokerspiel am Pokertisch sollen die Burn Cards verhindern, dass ein Spieler sich einen Vorteil verschafft, da er die nächste Gemeinschaftskarte eventuell schon gesehen hat, bevor der Dealer sie aufgedeckt hat.

1. Pre-Flop – das Pokerspiel beginnt

Zunächst müssen die beiden Spieler die nach dem Dealer sitzen, ihre jeweiligen Blinds eindeutig vor sich hinsetzen. Erst dann werden die beiden Spielkarten an alle Spieler verdeckt im Uhrzeigersinn ausgeteilt. Der Spieler links vom Dealer erhält die erste Karte, der Dealer ist der letzte Spieler in der Reihenfolge des Austeilens.

2. Flop – die Spielaktionen werden eingeleitet

Der Spieler, der nach dem Big Blind sitzt, ist an der Reihe. Er kann die Spielaktionen Call, Raise oder Fold spielen. Also, begleichen, erhöhen oder aussteigen. Logischerweise muss dabei der Spieler mit dem Small Blind beim Call nur so viel setzen, dass er seinen Einsatz an den Big Blind angleicht. Wenn ein oder mehrere Spieler in einem Spielabschnitt den Einsatz erhöhen, müssen die Spielaktionen in dieser Runde so lange weiter durchgeführt werden, bis die verbleibenden Spieler alle den gleichhohen Einsatz gesetzt haben. Jeder Raise muss durch die nachfolgenden Spieler zumindest ausgeglichen werden, kann aber in einem sogenannten Re-Raise wieder erhöht werden, usw. Danach geht der gesamte Einsatz in die Mitte des Tisches und wird zum sogenannten Pot. Erst danach teilt der Dealer drei weitere Karten aus, die er offen in die Mitte des Spieltisches legt. Das ist der Flop. Das Spiel geht weiter unter Einbeziehung der drei Karten, die anschließend gemeinschaftlich genutzt werden. Weiterspielen werden nun nur die Spieler, die nicht gefolded haben.

3. Turn – die nächste Runde

Mit seinen eigenen beiden verdeckten Spielkarten aus dem Pre-Flop und dem im Flop offen ausgelegten Spielkarten kombiniert jeder Spieler nun seine bestmögliche Poker Hand für diesen und den möglichen nächsten Spielabschnitt. Die Spielaktion beginnt mit dem ersten in diesem Spielabschnitt verbleibenden Spieler links vom Dealer. In dieser Runde beginnen nun die Spielaktionen Check, Bet, Call, Raise oder Fold von vorn, bis alle in dieser Spielrunde verbleibenden Spieler wieder den gleich hohen Einsatz erbracht haben. Danach geht der gesamte Einsatz wieder in die Mitte des Tisches und wird Teil des Pots. Erst danach teilt der Dealer eine weitere Karte aus, die er wieder offen in die Mitte des Spieltisches legt. Das ist der Turn.

4. River – die letzte Pokerrunde

Mit seinen eigenen beiden verdeckten Spielkarten aus dem Pre-Flop und den vier aus dem Flop und dem Turn offen ausgelegten Spielkarten kombiniert jeder Spieler nun wieder seine bestmögliche Poker Hand für diesen und den möglichen letzten Spielabschnitt. Die Spielaktion beginnt wieder mit dem ersten in diesem Spielabschnitt verbleibenden Spieler links vom Dealer. Er kann nur die Spieloptionen Check oder Bet ausführen. Danach können die verbleibenden Spieler die Spielaktionen Check, Bet, Call, Raise oder Fold wie in den vorherigen Spielabschnitten durchführen, bis alle in dieser Spielrunde verbleibenden Spieler wieder den gleich hohen Einsatz erbracht haben. Danach geht der gesamte Einsatz wieder in die Mitte des Tisches und wird Teil des Pots. Wenn dann noch mindestens zwei Spieler in Spiel sind, teilt der Dealer eine letzte Karte aus, die er wieder offen in die Mitte des Spieltisches legt. Das ist der River.

5. Showdown – der Beste gewinnt

Auch in dieser letzten möglichen Runde können wieder wie zuvor die Aktionen Bet, Call, Raise oder Flop durchgeführt werden, bis alle Einsätze gleich hoch sind. Die am Schluss im Spiel verbleibenden Spieler decken der Reihe nach ihre beiden verdeckten Karten auf. Der Dealer bestimmt nun die beste Hand, also das beste Pokerblatt, das den Pot gewinnt. Bei einem Unentschieden wird der Pot unter den Spielern mit den besten Händen zu gleichen Teilen aufgeteilt. Allerdings muss in dieser Runde nicht unbedingt das beste Pokerblatt gewinnen.

Spielende – Taktik gewinnt auch

In jedem Spielabschnitt kann ein Gewinner der jeweiligen Pokerrunde bereits feststehen. Ein Spieler gewinnt den in der jeweiligen Runde zusammengekommenen Pot dann, wenn alle anderen Spieler aus dem Spielgeschehen aussteigen.

Beim Bieten können Spieler auch All-in gehen. Das bedeutet, sie setzen alle Spielchips die sie noch haben ein. Wenn andere Spieler mitgehen können und keine anderen Spielaktionen mehr möglich sind, werden ihre verdeckten Spielkarten aufgedeckt und die restlichen Gemeinschaftskarten in die Mitte des Tisches ausgeteilt. Das beste Poker Blatt gewinnt, dies gilt für Texas Holdem sowie für die anderen Varianten des Poker Spiels.

Wenn die Pokerrunde bis zum letzten Spielabschnitt ausgespielt wird, gewinnt die beste Pokerhand im Showdown.

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