Five Card Stud Poker

Die Spieler

Five Card Stud kann mit mindestens 2 bis höchstens 10 Spielern gespielt werden. Ein jeweils wechselnder Dealer, vor dem der Dealer-Button (manchmal auch Stud Button genannt) liegt, teilt die Karten im Uhrzeigersinn aus und ist auch der Schiedsrichter. In den wenigen vorhandenen Online Spielen dieser Varianten ist der Dealer nur der virtuelle Kartenverteiler.

Das Spielgeld

Im Five Card Stud Poker werden Spielchips, auch Chips oder Jetons genannt, benötigt. Normalerweise gibt es sie in verschiedenen Farben, die die verschiedenen Werte unterscheiden. Echte Spielkasinos haben ihre eigenen Jetons mit genau definierten Werten- und Farbkombinationen. Beim Online Poker Spiel werden sie der Einfachheit wegen als Einsatz, Chips bzw. Spielchips bezeichnet. Sie werden nur farblich angezeigt und einzelne Chipwerte werden nicht gezeigt. Spielchips sind in jedem Poker Spiel wichtig, um den Einsatz und das Bieten zu zahlen.

Der Einsatz

Beim Five Card Stud sind die Einsätze beim Bieten gekappt. Zu Beginn des Five Stud Pokerspiels haben alle Mitspieler gleich viele Spielchips vor sich. Bevor die ersten Karten ausgeteilt werden, müssen alle Mitspieler zuerst einen festgesetzten Betrag, die Ante, einbezahlen. Das wird als das Buy-in bezeichnet. Die Ante ist sofort Teil des Pots und zählt nicht als Bietaktion. Manche Five Card Stud Varianten verzichten auf die Ante.

Spielbeschreibung

im Gegensatz zur beliebtesten Poker Variante Texas Hold’em wird Five Stud so gut wie gar nicht mehr gespielt da es von der Seven Card Stud Variante zum größten Teil abgelöst wurde. Dabei unterscheiden sich die Regeln des Five Card Stud kaum von den Regeln der des Seven Card Stud.

Das Five Card Stud Poker Spiel teilt sich in insgesamt fünf Spielabschnitte auf, die Streets und Showdown genannt werden. Sie heißen im Einzelnen: Second Street, Third Street, Fourth Street, Fifth Street und Showdown. In vier dieser Abschnitte werden Spielkarten ausgeteilt und verschiedene Spielaktionen ausgeführt. Im letzten Spielabschnitt wird nur noch der Gewinner bestimmt.

In dieser Pokervariante bekommt jeder Spieler zunächst zwei Spielkarten – eine ist verdeckt und eine offen. Die verdeckte Spielkarte zeigt er den anderen Spielern nicht. Das Five Stud Poker Spiel gestaltet sich in den nächsten drei Spielabschnitten mit drei weiteren offenen Karten für jeden Spieler. Die Spieler haben in jedem Spielabschnitt die Möglichkeit, verschiedene Spielaktionen durchführen, um letztendlich den Pot zu gewinnen mit ihrer Poker Hand oder der geschicktesten Biet-Taktik. Je nach Spielabschnitt können sie bieten, mitbieten, erhöhen, aussteigen oder weiterspielen.

Die Spielabschnitte:

Eine Burncard wird, wie immer, vor jedem Kartenausteilen weggelegt. Der Dealer teilt daraufhin, beginnend beim Spieler links von ihm, jedem Spieler eine verdeckte Karte (Hole Card oder Down Card) und anschließend eine offene Karte (Door Card) aus.
Die aufgedeckten Spielkarten werden Up Cards oder auch Show Cards genannt. Ob wohl es der erste Spielabschnitt ist, wird er Second Street genannt, angelehnt an die zwei ausgelegten Spielkarten.

Second Street – Das Spiel beginnt

Das Five Card Stud Poker Spiel geht im ersten Spielabschnitt los mit einem sogenannten „Bring In“ bzw. „Bring“. Das ist festgelegter Einsatz, der von dem Spieler erbracht werden muss, der beginnen muss. Dieses Bring In wird ebenfalls vorher festgelegt. Es ist meistens etwas höher als die Ante und niedriger als die Big Bet. Alle Spieleinsätze wie Bring In, Small Bet und Big Bet werden immer vorab festgelegt. In einem 5$/1$ Spiel würde der kleinere Betrag als Small Bet und der größere Betrag als Big Bet bezeichnet.

Der Spieler, der nach dem Austeilen der zwei ersten Karten, die Karte mit dem niedrigsten Kartenwert hat, leitet die erste Spielaktion ein. Er hat das Bring In in die Tischmitte zu zahlen.
Wenn zwei oder mehr Spieler denselben Kartenwert haben, wird die Kartenfarbe mit einbezogen, um zu bestimmen, wer beginnt. Die Kartenfarbe von niedrig bis hoch gilt wie folgt: Kreuz, Karo, Herz, Pik. Die Bezeichnungen der Kartenfarben sind in Englisch einfacher zu merken – praktischerweise sind sie alphabetisch aufsteigend geordnet: clubs, diamonds, hearts, spades.

Der Spieler, der beginnen muss, kann nur zwei Spielhandlungen durchführen – das Bring-In oder den Betrag der Small Bet zahlen. Der nächste Spieler hat mehrere Spielmöglichkeiten. Er kann folden, also seine Karten verdeckt an den Dealer zurückgeben und nichts weiter in die Tischmitte einbezahlen. Er schaut dem Spielgeschehen dann nur noch zu. Allerdings kann aber auch callen, das heißt, den zuvor vom ersten Spieler erbrachten Betrag mitgehen und ihn ausgleichen. Oder er kann raisen, das heißt erhöhen auf das Small Bet-Limit. Wenn einer der Spieler dieser ersten Runde zum ersten Mal geboten hat, müssen die darauffolgenden Raises immer in Small Bet-Schritten weitergehen. In der ersten Runde kann nicht in Big Bet-Schritten erhöht werden. Die nächsten Spieler können alle diese Spielaktionen ebenfalls durchführen, aber ihre Bets dürfen beim Raise jedoch nicht mehr als das Doppelte des zuvor gesetzten Einsatzes sein.

Beim Five Stud Poker gilt, dass in der ersten Spielrunde nur einmal geboten und höchstens drei Mal erhöht werden darf. Das bedeutet, dass nach dem dritten Raise das Bieten „gecapped“ wird. Dann können nur noch die Spielaktionen „call“ oder „fold“ durchgeführt werden. Dies gilt, wenn zu Beginn dieser ersten Wettrunde noch mehr als zwei Spieler aktiv dabei sind. Ein Bring-In von weniger als der Small Bet gilt nicht als Bieten hierfür – nachdem das Bring-In abgeschlossen ist, können drei Raises erfolgen.

Diese Second Street ist abgeschlossen, wenn alle aktiven Spieler den gleichhohen Spieleinsatz gezahlt haben bzw. wenn danach nur ein Spieler übrig ist, der dann folglich, den im Pot befindlichen Einsatz gewinnt.

Third Street – die zweite Spielrunde

Allen Spielern, die noch aktiv dabei sind, wird nun noch eine Karte offen ausgeteilt. Der Spieler, der Ende der Second Street die besten Show Cards hat, erhält beim Austeilen nun die erste Karte und beginnt die erste Spielaktion.

Dieser Spieler kann den Betrag des Small Bet setzen oder er checked und gibt das Spiel an den nächsten Spieler weiter. Alle Spieler nach ihm können checken, callen, raisen oder folden. Es kann durchaus vorkommen, dass alle Spieler dieser Runde checken. Dies heißt im Poker Jargon „being checked around“. Ab der Third Street gibt es eine Änderung beim Setzen und Erhöhen. Nun kann nur noch in Höhe des Big Bet Betrags gesetzt oder erhöht werden. Alle anderen Spielaktionen und Regeln dieser Spielrunde bleiben genau gleich wie im vorherigen Spielabschnitt.

Die Fourth Street – die dritte Spielrunde

Die Fourth Street beginnt, wenn noch mindestens zwei Spieler dabei sind. Sie erhalten noch eine offene Karte und haben damit vier Spielkarten vor sich – drei offene und eine verdeckte. Der Spielablauf in diesem Spielabschnitt ist genau gleich wie im vorherigen Spielabschnitt.

Die Fifth Street – die vierte Spielrunde

Zu Beginn der Fifth Street erhalten die verbleibenden Spieler eine letzte offene Karte. Alle Spielaktionen und Bet-Limits sind wie in der Runde zuvor. Wenn alle Spieler bis auf einen, die Karten weglegen, steht der Gewinner fest.

Es gibt Five Card Stud Variationen, bei denen die letzte Karte verdeckt ausgeteilt wird an die Spieler. Dies kann das Spiel interessanter gestalten.

Der Showdown im Five Card Stud Poker

Nun wird, meistens durch den Dealer, festgestellt, welcher Spieler die stärkste Poker Hand hat – er gewinnt den Pot. Die noch aktiven Spieler decken ihre Down Card auf, beginnend bei dem Spieler, der in der Fifth Street als Erster am Zug war. Es kann aber auch vereinbart werden, dass der Spieler, der als Letztes erhöht hat, seine Karte aufdecken muss. Es steht jedem verbleibenden Spieler frei, seine Karte aufzudecken. Wenn er nicht aufdeckt, kapituliert er sozusagen. Er wirft die Karte dann sozusagen weg und gibt sie nicht preis.
Falls Kartengleichheit festgestellt wird, gibt es die Regel, dass der zusammengekommene Pot zwischen den betroffenen Spielern zu gleichen Teilen aufgeteilt wird. Die Kartenfarben dieser Spieler werden dabei jedoch nicht berücksichtigt.

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